Theater hat mich erst wirklich interessiert als in den siebziger Jahren neue Impulse des freien Spiels
in der etablierten und erstarrten Theaterwelt aufgegriffen wurden. Eine breite Bewegung von
Amateuren begann durch die Bildung von "Freien Theatergruppen" die Theaterszene neu zu beleben.
Die Aera des Fools-Theaters und des Freien Improvisationstheaters hatte begonnen, sich durchzusetzen.
Als ich 1982 mit dieser Welt in Kontakt kam, erfasste mich eine große Begeisterung,
die mich bis heute begleitet. Innerhalb einer dreijährigen Theaterpädagogischen Ausbildung,
an der verschiedene LehrerInnen dieser neuen Theaterbewegung beteiligt waren,
begegnete mir die Figur des Clowns, mit der ich in den nachfolgenden Jahren viele
lebensbejahende, positive Impulse erleben sollte.
Neben meiner Arbeit als Psychotherapeutin in eigener Praxis erinnerte mich meine Clownin
immer wieder an die leichte Seite des Lebens, aus der Freude von selbst entsteht.
Der nach aussen verstärkte Ausdruck über die Figur des Clowns, der Humor, der darin liegt,
und die tiefe Weisheit, die damit einhergeht, über sich selbst liebevoll lächeln zu können,
hat mein Herz besonders erwärmt und mir das nötige Power verliehen, eine (Aus)Bildung zu kreieren.
In der Hauptsache dient die Bildung der Persönlichkeitsentwicklung, da für mich das Erkennen
und das Akzeptieren des Ich's authentisch künstlerischen Ausdruck erst hervorbringen kann.
Das Gleiche gilt auch für die in der Klinik arbeitenden ClownInnen, die in besonderer Weise
Empathie und Beziehungsfähigkeit lernen zu stärken.
Ich freue mich, dass ich vielen Menschen Unterstützung geben kann bei der Entdeckung
ihres kreativen Potenzials, das sich Clown nennt.